Leben mit einem fremden Organ ist für viele tausend Menschen in Deutschland Realität. Die Transplantationsmedizin hat in den letzten 30 Jahren ganz erhebliche Fortschritte gemacht. Dies betrifft vor allem die Unterdrückung von Abstoßungsreaktionen des menschlichen Organismus gegenüber dem transplantierten Organ. Eine Reihe moderner Medikamente erlaubt heutzutage eine individuellere Behandlung, so dass schwere Nebenwirkungen der Therapie deutlich seltener geworden sind.

Natürlich führen wir in unserer Praxis keine Transplantationen durch. Aber wir bereiten viele unserer Dialysepatienten und Diabetiker auf diesen Eingriff vor. Selbstverständlich sprechen wir ausführlich mit Ihnen über die Vorteile der Transplantation, aber auch über Ihre individuellen Risiken.

Unsere eigene langjährige Tätigkeit in den Transplantationszentren Düsseldorf und Köln hat unsere Praxis zu einem Betreuungsschwerpunkt für Patienten nach Nieren- und auch Bauchspeicheldrüsen (Pankreas) -Transplantation gemacht. Wir kooperieren unter anderen eng mit den Transplantationszentren Düsseldorf, Essen, Bochum, Köln und Berlin.


Nierentransplantation
Pankreastransplantation
Nierenspende
das Eurotransplant-Programm
 
Das Problem der Abstoßungsreaktion

Unser Immunsystem unterscheidet prinzipiell nicht zwischen einem Krankheitserreger und einem körperfremden Organtransplantat. Nach wie vor müssen daher Teile des Immunsystems eines Patienten nach Organtransplantation dauerhaft durch Medikamente geschwächt werden, auch wenn dies prinzipiell mit einem erhöhten Infektrisiko einhergeht. Hauptziel der Forschung ist die Induktion der so genannten Immuntoleranz. Wie kann das Immunsystem lernen, Fremdgewebe als körpereigen anzuerkennen, ein Vorgang, der z.B. bei Schwangerschaften völlig natürlich ist? Erste Studien zur Erzielung von Immuntoleranz durch Organtransplantation mit begleitender Stammzelltherapie werden derzeit in einzelnen Transplantationszentren durchgeführt.